Der Große hat einen kleinen Bruder

Schon lange hatte ich einen Blick auf ihn geworfen. Doch leider war er in meiner gewünschten Kombination lange nicht verfügbar. Mit dem 3GX wollte ich ihn nicht. Am 12.05. war es dann soweit. Ich bekam eine E-Mail mit der Nachricht, dass er wieder lieferbar sei. Also habe ich nicht mehr lange überlegt und den Warenkorb gefüllt.

Gestern war es dann soweit und es lagen zwei Pakete für mich in der Packstation. Eine Lieferung mit dem AR7200BX und die andere enthielt den T-Rex 450 Pro v2 mit Microbeast und DFC-Rotorkopf.

T-Rex 450 Pro v2 mit DFC-Rotorkopf

Somit ging es gestern Abend an den Aufbau.

Anfangs dachte ich noch, dass es mal wieder schön wäre einen kleine 450er aufzubauen. Man bekommt alle Teile schön aufgereiht auf den Tisch. Diese Einstellung sollte sich jedoch noch ändern. Dazu jedoch später.

Beim Aufbau des Chassis hatte ich direkt den ersten Kritikpunkt. Die Gewindestifte für die Haubenhalterung hatten weder im Haubenhalter selbst, noch im Lagerblock einen Punkt, an dem sie anstoßen. Somit hieß es erst mal diese zu verkleben. Anfangs habe ich es mit Loctide mittelfest versucht. Aber auch nach Stunden hielt dies nicht wirklich, so dass ich letztendlich hochfestes verwendet habe. Damit verklebt, konnte man auch diese festschrauben.

Den Rest des Aufbaus habe ich gemäß Anleitung gemacht. Allerdings birgt dieses Vorgehen gewisse Probleme. Beim Aufbau eines 450ers hat man nämlich wenig Platz. So habe ich schon recht früh die vorderen Servos verbaut. Dies führte dann dazu, dass beim Motoreinbau kaum noch Platz war, um die Schrauben ordentlich befestigen zu können. Somit flogen die Servos wieder raus und der Motor wurde eingebaut.

Beim Aufbau des Hecks war ich positiv überrascht. Muss man bei meinem KDS 450 Quiet sehr drauf achten, wie fest man die Schrauben reindreht ohne die Leichtgängigkeit zu verlieren, kann man hier die Schrauben wirklich ordentlich festziehen.

Dann ging es an den Aufbau des Rotorkopfes. Leider sind beim Upgrade-Set die Distanzringe (HS1291) nicht enthalten. Diese müssen aus den vorhandenen Blatthaltern verwendet werden. Allerdings ließen sich die Ringe nicht alleine ausbauen, so dass die inneren Kugellager raus mussten. Leider geht dies nur mit einem gewissen Grad von Gewalt, so dass die Gefahr besteht die Kugellager zu beschädigen.

Ansonsten verlief der Auf-/Umbau völlig problemlos. Einziges Manko sind die Gewindestangen für die Kugelpfannen. Diese hätten ruhig ein links-/rechts Gewinde haben dürfen, so dass ein genaueres Einstellen möglich wäre.

 
 

 
Für den ersten Tag war an dieser Stelle Schluss. Heute ging es daran die Eletronik zu Ende einzubauen und einzustellen.

Den Regler habe ich, wie vorgesehen, unter der Akkurutsche verstaut. Die Stelle hat mich auf Anhieb überzeugt. So muss dieser nicht außen am Chassis montiert werden und stört somit nicht die Optik.

Regler

Nun ging es daran die Servos einzubauen. Zuvor wurden die Kabel alle in Gewebeschläuche verpackt. Das schützt die Kabel und sieht in meinen Augen auch besser aus.
Die Verlegung war dann nicht mehr ganz so einfach. Beim 450er ist einfach wenig Platz. Ich habe mich dazu entschieden die Kabel der beiden vorderen Servos und des Reglers durch den oberen Lagerblock nach innen und dann an der freien Servoaussparung auf der rechten Seite wieder nach außen zu führen. Die Servos können noch frei laufen und mit Kabelbinder gesichert sollten sie nun nicht mehr verrutschen.

Das AR7200BX habe ich auf der Gyroplattform untergebracht. Dort kann man es jederzeit problemlos bedienen. Außerdem können die Kabel alle in einer lockeren Schlaufe angeschlossen werden.

AR7200BX auf Gyroplattform

Nun stand die Programmierung des AR7200 an. Da ich das Microbeast bereits im T-Rex 600 EFL einsetze, ginge diese schnell von der Hand und war in einer halben Stunde erledigt. Ob die Flugparameter so passen, wird sich noch zeigen.

Das bisherige Setup noch mal zusammengefasst:

AR7200BX

Setupmenü

A Einbaulage flach
B Taumelscheibenservo-Ansteuerfreq. 65Hz
C Heckservo-Mittenimpuls 1520µs
D Heckservo-Ansteuerfrequenz 333Hz
F Heck-Sensorrichtung normal
H Taumelscheiben-Mischer 120°
I Taumelscheiben-Servolaufrichtung nor | inv | nor
J Einstellen des zyklischen Regelweges blau
K Einstellen des kollektiven Pitch +/- 12°
M Taumelscheiben-Sensorrichtung nor | nor
N Pirouetten-Optimierungsrichtung inv



Parametermenü
Drehregler und Kreiselempfindlichkeit (Potis) auf Werkseinstellung = Mitte

B Steuerverhalten Sport
C Taumelscheiben-Aufbäumkomp. mittel
D Heck-HeadingLock-Anteil mittel
E Knüppel-Totband 2
F Heck-Drehmomentvorsteuerung aus
G Zyklisches Ansprechverhalten normal
H Pitch Verstärkung (PitchBoost) niedrig


  Gasgerade Drehzahl Kreiselempfindlichkeit
FZ. 1 ??% ???? RPM ??%
FZ. 2 ??% ???? RPM ??%
FZ. 3 6??% ???? RPM ??%

 
Kopfzerbrechen hat mir der Regler gemacht. Eigentlich wollte ich nur schnell den Governor aktivieren. Der Rest passte in den Standardeinstellungen. Das Ganze gestaltete sich aber als schwieriger, als gedacht.
Der Regler wollte einfach nicht in den Programmiermodus wechseln. Nachdem ich im Forum den Tipp erhielt, dass man den Gaskanal umdrehen müsse, habe ich das mal versucht. Nun konnte ich zwar den Regler programmieren, das Ganze aber auch nur seitenverkehrt. Auch der Motor lief so nicht mehr an. Das tut er nur, wenn der Gaskanal auf normal steht. Wieso das alles so ist, habe ich bis jetzt noch nicht verstanden.

Somit ist der Aufbau nun beendet. Der Erstflug erfolgt dann in den nächsten Tagen. Jedenfalls, wenn das Wetter mitspielt.

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